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Oktober

Muriel Barbery: Die Eleganz des Igels
Charmant, überraschend und klug. Eine wahre Freude und auf jeden Fall was zum Wieder-Lesen

Walter Kappacher: Morgen
Warum war mir der Herr nur unbekannt, bevor er seinen Preis bekam? Faszinierend geschrieben, einfach großartig!

Jussi Adler-Olsen: Erbarmen
Ein Buch, das man nur schwer wieder aus der Hand legen kann. Es lebt weniger von Action als von raffiniert aufgebauter Spannung und den interessanten Charakteren. Da schadet es auch nichts, dass man nach dem ersten Drittel ahnt, wer der Täter ist.

Jorge Bucay: Geschichten zum Nachdenken
Nette Kurzgeschichten, die genau das sind, was der Titel verspricht. 

Pawel Jascuk: Der Teufel von Lemberg
Faszinierender Krimi. Allerdings wird im Verlauf klar, dass es weniger um die Mordermittlungen geht, als um die Figur des Komissars. Sehr interessant – nur der Schluss hat mir gar nicht gefallen. (Und der Klappentext ist ein Witz – absolut irreführend!)

Renate Welsh: Das große Buch vom Vamperl
Ganz wundervoll und reizend und herzerwärmend. Mehr muss gar nicht gesagt werden.

Cornelia Read: Es wartet der Tod
Ein sehr intelligenter und unterhaltsamer Krimi. Erzählt mit der Stimme der herrlich respektlosen und ironischen „Ermittlerin“, setzt die Krimihandlung relativ spät ein, was aber keineswegs ein Nachteil ist.

Walter Kappacher: Selina
Noch besser als „Morgen“. Es geht weniger um die Handlung als die durch Sprache gestaltete Atmosphäre, die von Anfang an gefangen nimmt. Wunderschön.

Frans de Waal: Der Affe in uns
Dieses Buch macht neugierig auf Primaten und ihre soziale Ordnung. Faszinierende Einblicke in die Erfahrungen eines Primatologen.

Ken Saro-Wiwa: Die Sterne dort unten
Etwas deprimierende Geschichten aus Dukana. Zwar gut, aber im Herbst nichts für mich. 

Per Olov Enquist: Großvater und die Wölfe
Sehr nettes Kinderbuch, das irgendwie an Astrid Lindgren erinnert. Der Großvater ist einfach wundervoll.

Thrainn Bertelsson: Walküren
Schöner Island-Krimi. Der Schluss ist ein bisschen unbefriedigend für mich, aber das ändert nichts an den sympathischen Figuren und der spannenden Geschichte.

Gail Jones: Sechzig Lichter
Als ich mit diesem Buch fertig war, wollte ich es erst gar nicht weglegen. Einfach wunderschön geschrieben, kleine, fesselnde Einblicke in das Leben auf drei Kontinenten zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Und eine faszinierende Frauenfigur.

Asta Scheib: Frau Prinz pfeift nicht mehr
Sehr unterhaltsam und ein bisschen böse.

Friedrich Ani: Wer tötet, handelt
Noch so ein untypischer Krimi, sehr gut geschrieben. Im Mittelpunkt steht ein blinder „Ermittler“ in einem Fall, wo es nichts zu ermitteln gibt. Dieser Roman macht neugierig auf die anderen Krimis des Autors.

September

Simon Beckett: Kalte Asche
Guter, solider Krimi. Sympathischer „Ermittler“, interessante Ansammlung von recht grummligen (britischen) Charakteren auf einer windumtosten Insel. Ich wäre ganz gut ohne den Cliffhanger-Epilog ausgekommen.

Veit Heinichen: Gib jedem seinen eigenen Tod
Veit Heinichen: Der Tod wirft lange Schatten

Ochja. Schade ums Papier. Der Ermittler ist bedauerlich unsympathisch und die Ermittlungen sind beunruhigend… inexistent (soll sagen, der „Ermittler“ stößt in der Regel zufällig auf die Lösung). Außerdem gibt es einen Haufen nicht erklärbarer und nicht erklärter Nebenhandlungen bzw. –verbrechen, die dem Ganzen auch nicht gut tun.

Ljudmila Ulitzkaja: Maschas Glück
Ich dachte immer, ich mag keine Kurzgeschichtenbände. Da lag ich ganz offensichtlich falsch. Diese Geschichten sind ganz wundervoll geschrieben, manchmal traurig, manchmal heiter – aber immer mit interessanten Figuren. Sehr gut!

Arno Strobel: Castello Christo
Spannend geschriebene Jagd auf einen Serienmörder. Persönlich finde ich die hier präsentierte Art von Täter immer ein bisschen fad – was aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut.

Primo Levi: Das Maß der Schönheit
Sehr, sehr, sehr wundervolle Kurzgeschichten. Leicht verschroben und jedenfalls Gedankenfutter für längere Zeit

Scarlett Thomas: The End of Mr. Y
Dieses Buch habe ich vor allem wegen der schönen Gestaltung gekauft – und weil die Grundidee sehr verlockend klang.
Aber leider wars dann nicht so toll wie es auf den ersten Blick schien. Irgendwie leicht unausgegoren…

Simon Sebag Montefiore: Stalin. Am Hof des roten Zaren
Eine SEHR umfangreiche und detaillierte Biographie Stalins. Biographie trifft es allerdings nicht ganz genau – vielmehr ist es eine Beschreibung des Lebens und Treibens im Kreml während der Stalin-Herrschaft. Sehr zu empfehlen.

Lesend. Detailliert.

September

Dracula
zweitgelesen. Ein von mir erst spät entdeckter Klassiker, dafür umso vielgeliebter. Wenn man sich auf die schnörkelige Sprache einlässt, ein ganz wundervoller Schmöker.

Gefährliche Liebschaften
auch zweitgelesen. Einfach großartig, was soll ich noch sagen? Grandiose Sprache, toller Plot. Hach.

Kein Rabe so schwarz
Interessanter Krimi; wobei Krimi ein bissi irreführend ist. Der Roman ist vor allem eine dichte Schilderung des New York des 19. Jahrhunderts mit einer großen Portion Poe. Schön.

Tannöd
nochmal zweitgelesen. Ich find die Erzählweise sehr toll; immer wieder wechselnde Perspektive, die Spannung wird aufrecht erhalten, der Plot ist interessant.

Die Feuerzangenbowle
Natürlich kannte ich vorher den Film. Das Buch ist noch ein bisschen schöner, abgesehen von Bömmel. Der ist wundervoll getroffen. :)

Platon im Striptease-Lokal
Nette Essays und Kurzgeschichten.

The Book Thief
Suuuper. Lustig und traurig, herzerwärmend und tragisch. Eigentlich wollte ich nicht, dass die Geschichte aufhört – vielleicht hätt ichs nochmal lesen sollen.

Gomorrha
Wollte ich schon lange mal lesen. Dieses Buch nimmt einem die letzten Hollywood-Illusionen, die man (vielleicht) noch hatte.

Irisches Tagebuch
Damit habe ich meine Liebe zu Böll entdeckt. Die Schilderung eines schon ziemlich verschwundenen Irlands.

Rheinsberg
Auch hier zuerst der (ebenso schnuckelige) Film. Einfach kuschelig und wundervoll, sommerlich und träumerisch.

Gruppenbild mit Dame
Ist meiner neuen Zuneigung für Böll zu verdanken. Die Biographie nicht nur einer Frau und gleichzeitig Deutschlands. Sehr schön.

Der Dante Club
Das Klappentext-Lob von Mr. Brown hat mich zwar misstrauisch gemacht – aber zu Unrecht, wie ich feststellen konnte. Wieder ein Krimi im Amerika des 19. Jahrhunderts (nur diesmal nicht New York), wieder mit berühmten Dichtern. Spannender Plot, interessante Figuren – und außerdem wurde die Lust geweckt, mal wieder in der Göttlichen Komödie zu schmökern.

Urx.

Hrm.

Ich würde mich selbst als Feministin bezeichnen (und hab mir deshalb schon dumme Kommentare anhören dürfen).
Aber manchmal… fühle ich in mir das starke Bedürfnis, die nächste Wand aufzusuchen und meinen Kopf wiederholt dagegenzuschlagen.

wolfsmutter.com
Der Name… ist Geschmackssache, der Inhalt… auch. Aber Argh!!
Die Seite bezeichnet sich selbst als „Forum für Frauen und Mädchen“, als „Frauenportal zu neuen Wegen, abseits der Nebenstraßen“. Mit Ausrufezeichen!
Schön gell? Haha, aber nur, wenn du die richtige Sorte Frau bist. Was ich damit meine? Ein Thread, wo es ursprünglich um Mailfreundschaften ging, artet zu einer sehr unerfreulichen Diskussion aus.
Perlen gefällig?
„Dies ist ein FrauenLesbenMädchen-Forum, kein FrauenLesbenMädchenTransgender-Forum.“
„Ich weiß, dass manche MTF-Transsexuellen sich selbst als Frauen bezeichnen und das auch von anderen fordern. Nach meinem Verständnis ist „Frau-Sein“ aber nicht etwas, das ich mir als Mensch aussuchen kann.“ [Hervorhebung von mir]

Aussuchen?
Ich bin mir sicher, dass alle Transsexuellen dieser Welt jetzt erleichtert aufatmen. Ha, sie müssen sich nicht wie Freaks behandeln lassen. Sie müssen sich nicht jahrelang mit ihrer sexuellen Identität rumquälen. Sie müssen sich nicht in die Gefahr begeben, vergewaltigt zu werden. Sie müssen sich nicht Therapien und ewigen Beurteilungen aussetzen. Sie können sich Hormonbehandlungen und Operationen sparen.
Sie müssen nur ihr naturgegebenes Geschlecht anerkennen und aufhören, Frau (bzw. Mann) zu spielen.

Ha, ist das nicht schön? Ich frage mich, inwiefern es ein „neuer Weg“ ist, Transsexuelle auszugrenzen und zu marginalisieren?

Entschuldigung, ich muss mal schnell mein Abendessen loswerden.

Ewigkeiten zu spät.

Amazon ist furchtbar praktisch. Man kann halbwegs unproblematisch alles deutsch- und englischsprachige, das eine ISBN hat, bestellen und bezahlt keine Versandgebühr.
Man findet auch seltenere Musik und Filme.
Und das, was vergriffen ist, findet man vielleicht sogar bei Marketplace.
Und: es gibt Leserrezensionen. Und Vorschläge (auch wenn die teilweise weniger brauchbar sind…)

Amazon ist unendlich angenehm und kommt meiner Faulheit entgegen. Manchmal hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich so gut wie nie in einen anderen Buchladen als Hugendubel gegangen bin – und der zählt ja ehrlich gesagt nicht wirklich.

Das hat sich geändert. Warum? Natürlich wegen #amazonfail.
Ich war schwer angepisst, als ich davon erfahren habe, dass Amazon[.com/.de] die Rankings von „unbequemen“ Büchern entfernt hat. Das betraf vor allem Bücher aus dem Bereich GLBT/generell Sexualität außerhalb der Norm, aber auch andere in irgendeiner Form „anrüchige“ Titel. ARGH!

1. Der Versuch, bestimmte Bücher nur noch zugänglich zu machen, wenn man den exakten Titel kennt, ist für mich nicht mehr weit von Zensur entfernt.
[Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass bei der Suche nach "Homosexualität" Bücher zum Thema Heilung/Vermeidung von Homosexualität als Top-Ergebnisse angezeigt wurden!]

2. Für viele Autoren in diesem Bereich ist Amazon deshalb wichtig, weil sie in „normalen“ Buchläden kaum angeboten/gekauft werden.

3. Das Argument „Schutz von Kindern“ (think of the CHILDREN!) ist Käse. Wer bei Amazon einkaufen will, muss über 18 sein. Wer über 18 ist und nichts über wasweißich Transgender wissen will der soll nicht danach suchen.

4. Die Behauptung, es sei ein Versehen gewesen, halte ich für einen sehr, sehr traurigen Versuch, zurückzurudern, als der Widerspruch zu laut wurde.

5. WAS da alles nicht stimmt, WAS mir da alles auf den Senkel geht, kann ich gar nicht richtig artikulieren. Uargh!

ARGH!! Jedenfalls… bin ich umgestiegen. Auf Buchladen. Was der nicht hat, hol ich mir bei AbeBooks oder Buchfreund. Antiquarische Bücher, teilweise deutlich billiger als bei MarketPlace.

So there.

Deppen.

Interessantes dazu zum Lesen:
Das Dingsi
I heart digital life (beides auch mit weiterführenden Links)

hat ja auch lange genug gedauert. ;)
Grundsätzlich nervt es mich bei Serien immer ein bisschen, wenn die Schreiber meinen, sie müssen eine Seifenoper einbauen… und irgendwie wird das von Staffel zu Staffel mehr. Erst Vogler, dann Stacy (was ich aber sehr unterhaltsam fand), dann Tritter, dann die neuen Handlanger – die Seifenoper wurde immer zentraler, das medizinische Rätsel musste immer mehr Platz abgeben.
Und jetzt… [vorsicht Spoiler!]
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Was? Ein Vertreter der „true crime“-Literatur; erzählt wird vom Massenmörder Karl Großmann, der im Berlin der 20er Jahre zwischen 20 und 100 Frauen (meist Prostituierte und/oder Obdachlose) missbraucht, ermordet und ihre Leichen zerstückelt in verschiedenen Gewässern entsorgt hat. Ins Detail geh ich nicht, das ist selbst mir ein bisschen zu grauslig.

Wie? Das Ganze wird eingerahmt von der (fiktiven) Geschichte um Grete Tschau und ihren Verlobten. Der erste Teil konzentriert sich vor allem auf Großmanns Lebensgeschichte (nicht immer chronologisch), der zweite Teil auf die Verhöre und Ermittlungen.

Und? Weiterlesen »

Hmja.

Eigentlich wollte ich ja gar nichts schreiben zum Amoklauf in Winnenden. Was habe ich schon beizutragen? Ich verstehe nicht, wie es dazu kommen kann, und das mediale Theater, das jedes Mal veranstaltet wird, nervt mich.
Jedes Mal geht es um Ballerspiele und Splatterfilme, um zurückgezogene Jugendliche, die eigentlich ganz nett waren.

Aber zwei Sachen haben mich im Zusammenhang mit dieser Geschichte so aufgeregt, da muss ich ein bisschen Dampf ablassen. Weiterlesen »

Sweeney Todd…

… im Staatstheater am Gärtnerplatz, 22. Februar 2009

Bis vor kurzem (i.e. vorgestern) kannte ich das Musical nur von der Filmversion von Tim Burton. Sehr düster, recht makaber und (meiner Meinung nach) gute Darsteller und wahnsinnig gute Musik.

Da aber keiner dieser Darsteller (abgesehen von Laura Michelle Kelly, soviel ich weiß) ein ausgebildeter Sänger ist, dachte ich mir, dass es doch toll wäre, das alles auf der Bühne zu sehen. Schließlich muss das mit Profis noch besser klingen, gell?

Hmja. Oder auch nicht. Ich war überrascht darüber, dass die Rolle von Sweeney eigentlich (also wenn sie nicht für Mr. Depp angepasst wird :) ) Bariton/Bass ist. Ich maaag Bariton/Bass. Sehr sogar. Und dass Mrs. Lovett eher in die Richtung Alt geht als zu Sopran. (Wobei das ja auch problemlos vorher herauszufinden gewesen wäre…)

On to the show…

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Sevilla

Name:

Address:
C/ Isaac Peral 2,
41012 – Sevilla
Phone: 955056500
Fax: 955056508
Mail: sevilla.itj@juntadeandalucia.es
Homepage: http://www.reaj.com/info-albergue.asp?id=78

Location/How to get there: not cental. There’s a bus stop pretty close, line 6; buses are not expensive (~1€); Parque de María Luisa is pretty close

Pros: breakfast included, ensuite bathrooms

Cons: location, no kitchen

Rating: ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

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