- Franz Irsigler und Arnold Lassotta: Bettler und Gaukler, Dirnen und Henker: Außenseiter in einer mittelalterlichen Stadt
Sehr, sehr umfangreich und informativ. Und nicht immer leicht zu lesen, weil die alten Erlasse und Dokumente nicht in modernes Deutsch „übersetzt“, sondern direkt übernommen wurden. Aber es ist die Mühe wert – es entsteht ein lebendiges und facettenreiches Bild von der Gesellschaft im Mittelalter und dem Leben in einer mittelalterlichen Stadt.
- Liz Jensen: Endzeit
Spannend erzählt und ein bisschen beunruhigend. Eine großartig unangenehme Hauptfigur und ein fesselnder Wettlauf gegen die Zeit. Das „übersinnliche“ Element (das sich dann auch irgendwie erklären lässt) stört nicht im geringsten – dafür aber der kindische Eifersuchtsanfall der Ich-Erzählerin.
- Ferdinand von Schirach: Verbrechen
Gut geschrieben. Einfach gut.
- Renata Perty: Hilgensee
Renata Petry erschafft liebevoll-verschrobene Charaktere und bindet sie in eine schauderöse Krimihandlung ein. Die Auflösung ist blöd, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Schade nur, dass es keine Fortsetzung geben wird
- Ich will leben!
Das Tagebuch eines pubertierenden Mädchens im stalinistischen Russland. Nina ist ein sehr kantiger, schwieriger Charakter, ich hatte meine Probleme mit ihr.
- Antonio Tabucchi: Der verschwundene Kopf des Damasceno Monteiro.
Spannend und richtig gut geschrieben.
[...] … die war schon mal umfangreicher [...]