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Archive for the ‘Grmpfl’ Category

Hrm.

Ich würde mich selbst als Feministin bezeichnen (und hab mir deshalb schon dumme Kommentare anhören dürfen).
Aber manchmal… fühle ich in mir das starke Bedürfnis, die nächste Wand aufzusuchen und meinen Kopf wiederholt dagegenzuschlagen.

wolfsmutter.com
Der Name… ist Geschmackssache, der Inhalt… auch. Aber Argh!!
Die Seite bezeichnet sich selbst als „Forum für Frauen und Mädchen“, als „Frauenportal zu neuen Wegen, abseits der Nebenstraßen“. Mit Ausrufezeichen!
Schön gell? Haha, aber nur, wenn du die richtige Sorte Frau bist. Was ich damit meine? Ein Thread, wo es ursprünglich um Mailfreundschaften ging, artet zu einer sehr unerfreulichen Diskussion aus.
Perlen gefällig?
„Dies ist ein FrauenLesbenMädchen-Forum, kein FrauenLesbenMädchenTransgender-Forum.“
„Ich weiß, dass manche MTF-Transsexuellen sich selbst als Frauen bezeichnen und das auch von anderen fordern. Nach meinem Verständnis ist „Frau-Sein“ aber nicht etwas, das ich mir als Mensch aussuchen kann.“ [Hervorhebung von mir]

Aussuchen?
Ich bin mir sicher, dass alle Transsexuellen dieser Welt jetzt erleichtert aufatmen. Ha, sie müssen sich nicht wie Freaks behandeln lassen. Sie müssen sich nicht jahrelang mit ihrer sexuellen Identität rumquälen. Sie müssen sich nicht in die Gefahr begeben, vergewaltigt zu werden. Sie müssen sich nicht Therapien und ewigen Beurteilungen aussetzen. Sie können sich Hormonbehandlungen und Operationen sparen.
Sie müssen nur ihr naturgegebenes Geschlecht anerkennen und aufhören, Frau (bzw. Mann) zu spielen.

Ha, ist das nicht schön? Ich frage mich, inwiefern es ein „neuer Weg“ ist, Transsexuelle auszugrenzen und zu marginalisieren?

Entschuldigung, ich muss mal schnell mein Abendessen loswerden.

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Ewigkeiten zu spät.

Amazon ist furchtbar praktisch. Man kann halbwegs unproblematisch alles deutsch- und englischsprachige, das eine ISBN hat, bestellen und bezahlt keine Versandgebühr.
Man findet auch seltenere Musik und Filme.
Und das, was vergriffen ist, findet man vielleicht sogar bei Marketplace.
Und: es gibt Leserrezensionen. Und Vorschläge (auch wenn die teilweise weniger brauchbar sind…)

Amazon ist unendlich angenehm und kommt meiner Faulheit entgegen. Manchmal hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich so gut wie nie in einen anderen Buchladen als Hugendubel gegangen bin – und der zählt ja ehrlich gesagt nicht wirklich.

Das hat sich geändert. Warum? Natürlich wegen #amazonfail.
Ich war schwer angepisst, als ich davon erfahren habe, dass Amazon[.com/.de] die Rankings von „unbequemen“ Büchern entfernt hat. Das betraf vor allem Bücher aus dem Bereich GLBT/generell Sexualität außerhalb der Norm, aber auch andere in irgendeiner Form „anrüchige“ Titel. ARGH!

1. Der Versuch, bestimmte Bücher nur noch zugänglich zu machen, wenn man den exakten Titel kennt, ist für mich nicht mehr weit von Zensur entfernt.
[Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass bei der Suche nach „Homosexualität“ Bücher zum Thema Heilung/Vermeidung von Homosexualität als Top-Ergebnisse angezeigt wurden!]

2. Für viele Autoren in diesem Bereich ist Amazon deshalb wichtig, weil sie in „normalen“ Buchläden kaum angeboten/gekauft werden.

3. Das Argument „Schutz von Kindern“ (think of the CHILDREN!) ist Käse. Wer bei Amazon einkaufen will, muss über 18 sein. Wer über 18 ist und nichts über wasweißich Transgender wissen will der soll nicht danach suchen.

4. Die Behauptung, es sei ein Versehen gewesen, halte ich für einen sehr, sehr traurigen Versuch, zurückzurudern, als der Widerspruch zu laut wurde.

5. WAS da alles nicht stimmt, WAS mir da alles auf den Senkel geht, kann ich gar nicht richtig artikulieren. Uargh!

ARGH!! Jedenfalls… bin ich umgestiegen. Auf Buchladen. Was der nicht hat, hol ich mir bei AbeBooks oder Buchfreund. Antiquarische Bücher, teilweise deutlich billiger als bei MarketPlace.

So there.

Deppen.

Interessantes dazu zum Lesen:
Das Dingsi
I heart digital life (beides auch mit weiterführenden Links)

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Was? Ein Vertreter der „true crime“-Literatur; erzählt wird vom Massenmörder Karl Großmann, der im Berlin der 20er Jahre zwischen 20 und 100 Frauen (meist Prostituierte und/oder Obdachlose) missbraucht, ermordet und ihre Leichen zerstückelt in verschiedenen Gewässern entsorgt hat. Ins Detail geh ich nicht, das ist selbst mir ein bisschen zu grauslig.

Wie? Das Ganze wird eingerahmt von der (fiktiven) Geschichte um Grete Tschau und ihren Verlobten. Der erste Teil konzentriert sich vor allem auf Großmanns Lebensgeschichte (nicht immer chronologisch), der zweite Teil auf die Verhöre und Ermittlungen.

Und? (mehr …)

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Eigentlich wollte ich ja gar nichts schreiben zum Amoklauf in Winnenden. Was habe ich schon beizutragen? Ich verstehe nicht, wie es dazu kommen kann, und das mediale Theater, das jedes Mal veranstaltet wird, nervt mich.
Jedes Mal geht es um Ballerspiele und Splatterfilme, um zurückgezogene Jugendliche, die eigentlich ganz nett waren.

Aber zwei Sachen haben mich im Zusammenhang mit dieser Geschichte so aufgeregt, da muss ich ein bisschen Dampf ablassen. (mehr …)

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