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Der Dezember

  • Laura Gallego García: Das Tal der Wölfe
    Der erste Band einer Trilogie – die ich leider nicht weiterverfolgen werde. Der Ansatz ist zwar wirklich reizvoll und die Figuren vielversprechend – man merkt aber leider viel zu sehr, dass das ein Roman für jüngere Jugendliche ist. Als erprobter Fantasy-Konsument ist man mehr gewohnt: mehr Details, was die Welt und die Gesellschaft angeht, genauere Beschreibungen, interessantere Konflikte. Zwar gut geschrieben, aber nichts für mich
  • Ian McDowall: Gleich bist du tot
    Feiner Krimi der englischen Art. Schneller Schmöker mit netten Charakteren.
  • Ian McDowall: Verhängnisvolles Wiedersehen
    siehe oben 🙂
  • Anne Bishop: Nacht
    Ja… die Cover sind immer noch so grauenhaft, dass man sich in der öffentlichkeit nicht mit diesen Büchern zeigen möchte. Die Übersetzung ist immer noch ein bisschen… zu deutlich erkennbar, es fehlt der Fluss, über manche Formulierungen muss man einfach stolpern.
    Aber sonst? Genauso gut wie der Rest der Reihe – immer noch düster, vielschichtig und süchtig machend 🙂
  • Angie Sage: Araminta Spuk auf Vampirjagd
    Araminta Spuk – meine Neuentdeckung! Eine wundervoll schräge Heldin (und die Illustrationen passen perfekt dazu!), eine zauberhaft gruslig-komische Geschichte… und… ach, man muss sie einfach lieben (und hier stört es nicht, dass Araminta eigentlich für Leser ab acht gedacht ist!).
  • Mario Leis: Leni Riefenstahl
    Ganz sicher kein sprachliches Meisterwerk, und auch zu kurz um wirklich erschöpfend zu sein. Aber ein guter erster Überblick, denke ich.
  • Katharina Münk: Die Insassen
    Nette Unterhaltung – der Humor ist für meinen Geschmack etwas zu… gezwungen, es fehlt das charmante Augenzwinkern. Aber es reizt doch mal zum Schmunzeln. Und dass diese Herren Banker in die Klapse gehören, die Vermutung hat man dann doch ab und zu…
  • Joncy Willet: Die Dramaturgie des Tötens
    Eine sehr sympathische Hauptfigur und ein interessanter Ansatz… ein schöner Krimischmöker für Tage am Pool. Aber rüchblickend muss ich sagen, dass alles ein bisschen zu viel des Guten war.
    Trotzdem ein Vergnügen
  • Friedrich Ani: Hinter blinden Fenstern
    Wer Ani kennt, weiß, dass seine Krimis nicht unbedingt leichte Kost sind – und er immer genau hinter die Kulissen der „normalen“ Leute schaut. Hier nicht anders. Viele kaputte, verletzte Figuren – aber ein Ermittler, der immer wieder erfreut!
    Einer meiner Lieblings-Krimiautoren!
  • Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
    Achja, der Jasper! Wenn ich angfange, hör ich nicht mehr auf… also für alle, die Sprachwitz und schrägen Humor mit literarischen Werken schätzen (und eigentlich für alle anderen auch): Lesen!
  • Jasper Fforde: In einem anderen Buch
    siehe oben
  • Lichterfeste, Schattenspiele
    Kurzgeschichten von Adelbert-von-Chamisso-Preisträgern.
  • Antal Szerb: Die Pendragon-Legende
    Die Geschichte ist schon fast Nebensache (auch wenn sie klasse ist) – hier herrschen Stil (was für ein Dandy!), Ironie und Sprachwitz.
  • Susan Fletcher: Das Alphabet der Träume
    Echt ganz wundervoll. Zwei Geschwister im Zweistromland zur Zeit Christi Geburt, eine Karawane, drei Weise und eine prophetische Träume. Ein Buch, das ich nur ungern weggelegt habe, weil die Figuren und die Geschichte mich nicht mehr losgelassen haben.
  • David Safier: Jesus liebt mich
    Etwas… strange, aber immer wieder musste ich schmunzeln.

Der Senf zum Februar

  • Qiu Xiaolong: Rote Ratten
    Ein weiterer Fall mit Inspektor Chen. Wieder mit Einblicken in die chinesische Gesellschaft, wieder mit appetitandregenden kulinarischen Beschreibungen. Und natürlich wieder mit liebgewonnenen Charakteren 🙂
  • Paulus Hochgatterer: Die Süße des Lebens
    Ein sehr psychologischer Krimi. Für mich war die Aufklärung des Mordes eine Art Aha-Moment – auf einmal habe ich die ganze Geschichte rückblickend in einem anderen Licht gesehen.
    Gut geschrieben und sehr einfühlsame Charakterbeschreibungen.
  • Anatol Chari: Undermensch
    Die Lebens- bzw. Überlebensgeschichte eines Mannes, der mit viel Glück nicht nur das Ghetto sondern auch mehrere KZs überstanden hat. Lakonisch, trocken und geht unter die Haut
  • Charles Ferdinand Ramuz: Die große Angst in den Bergen
    Eins der Bücher, das durch Sprache Antmosphäre den Leser einfach nicht mehr loslässt. Fast sollte man von Sprachmacht sprechen. Die Geschichte ist recht einfach – und eigentlich hab ichs nicht so mit „nur nicht zu viel Fortschritt“-Botschaften, aber diese hypnotische Sprache hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Eines der wenigen Bücher, das ich mit einem Bild verbinde, wenn ich dran denke.
  • Hercule Poirot, Miss Marple, and…
    Eine Sammlung von Kurzkrimis von Agatha Christie. Und hier hab ich meinen liebsten Kurzkrimi wiedergefunden: Haus Nachtigall
  • Der Postmeister und andere Erzählungen
    Was soll man sagen – Der Postmeister eben 🙂
  • Stefán Máni: Das Schiff
    Etwas verwirrend, aber sehr, sehr gut. Aus unterschiedlichen Perspektiven immer wieder neu geschilderte Episoden, teilweise wortwörtlich, teilweise mit verwirrenden Abweichungen lassen viele Fragen offen – aber nicht aus Unachtsamkeit des Autors, sondern bewusst.
    Die einzelnen Charaktere, auf sich gestellt, jeder sein eigenes Ziel verfolgend sind glaubwürdig und interessant. Das Ende ist… fast schon zwingend, auch wenn man sich ein glücklicheres gewünscht hätte.
  • Cornelia Read: Schneeweißchen und Rosentot
    Der Vorgänger zu „Bald bist du tot“. Es ist noch nicht alles so… fragil wie in der Fortsetzung, der Fall ist ebenso spannend, der Ton, die Figuren genauso fesselnd. Auch wenn man ziemlich bald weiß, wer es denn wirklich war.
  • Friedrich Ani: Wie Licht schmeckt
    Ich bin unentschlossen. Einerseits hat diese Geschichte einen besonderen Zauber, die Stimmung und die Figuren lassen den leser so leicht nicht los. Andererseits… auch ein bisschen unbefriedigend.
  • Tom Bale: Amok
    Ein relativ unbefriedigender Krimi. Die Logik bleibt leider immer wieder auf der Strecke und die Figuren bleiben blass. Der Täter ist relativ schnell zu erahnen – und leider tröstet weder der Stil noch die Handlungsführung.
  • Reinhard P. Gruber: Aus dem Leben Hödlmosers: Ein steirischer Roman mit Regie
    Sehr, sehr schräg. Nicht nur die schaurige Moritat über Hödlmoser und seine Familie, obendrein erhält man noch Einblicke in den steirer Menschen und Boden. 😀

Leseliste November

Amy Bloom: Die unglaubliche Reise der Lilian Leyb
Ein absolut wundervolles Buch. Die Heldin, die zuerst etwas sperrig scheint, wächst dem Leser mit der Zeit ans Herz – mit ihrer pragmatischen Art, ihere Zielstrebigkeit und ihrer Unbeugsamkeit angesichts eines Lebens voller kleiner und großer Katastrophen. Ein sprachlich verzaubernder, wunderbar komponierter Roman, der ein Panorama der zeitgenössischen USA bietet.

Bart Moeyaert: BrüderSüßes Kinderbuch mit Episoden aus einer leicht chaotischen Familie mit einem ganzen Haufen von Söhnen.

Val McDermid: Das Lied der Sirenen
Ein recht spannender, raffinierter Krimi um einen Serienmörder. Abgesehen von der Tatsache, dass Psychopathen für mich immer eine etwas unbefriedigende Lösung sind, ein guter Krimi. Besonders gefallen mir die aus der Sicht des Täters geschilderten Episoden.

Johan Theorin: Nebelsturm
Eine faszinierende und mitreißende Mischung aus Krimi und Geistergeschichte, in der der Ort des Geschehens mit zum Protagonisten wird.

Wolf Haas: Der Brenner und der liebe Gott
Der Brenner ist wieder da! Dazu muss eigentlich nichts gesagt werden: genauso gut, genauso fesselnd, genauso lustig wie die Vorgänger.

Chinesische Märchen
Eine Sammlung chinesischer Märchen, faszinierend anders – und doch gibt es immer wieder Ähnlichkeiten zu uns bekannten Märchen.

Anselm Grün: Die zehn Gebote
Eigentlich kennt man ja die zehn Gebote. Ungefähr jedenfalls. Hier bekommt man allerdings noch Erläuterungen, Erklärungen und Einblick in die Zeit, aus der die Gebote stammen. Interessant und faszinierend.

Michael Tsokos: Dem Tod auf der Spur
Entgegen der Behauptungen des Autors doch eine Sammlung wie viele andere. Ein ziemlich von sich eingenommener Autor und Fälle die wenig interessant, dafür umso blutiger präsentiert werden. Kein Wunderwerk.

Mörderischer Winter
Winterliche Kurzkrimis. Eine sehr überraschende Geschichte von Henning Mankell ist auch dabei.

Englische Gruselgeschichten / Uncanny Stories
Kaum zu glauben aber wahr – es gibt noch Gruselgeschichten, die ich nicht kenne 🙂 Sehr nette Sammlung gruseliger Kurzgeschichten.

Yang Xianhui: Die Rechtsabweichler von Jaibiangou
Eine Sammlung von Kurzgeschichten, die literarische Verarbeitung von Berichten Überlebender. Der pragmatische Stil schafft eine täuschende „Normalität“. Dahinter stehen wirklich grausige Ereignisse. Sehr packend.

Ilja Trojanow: Die Welt ist groß und Rettung lauert überall
Einfach großartig. Nach einem relativ seltsamen Einstieg entwickelt sich dieser Roman zu einer sprachlich furiosen, herzerwärmenden Geschichte.

Wolf Haas: Das Wetter vor 15 Jahren
Ein Haas ohne Brenner – kaum zu glauben! Aber es funktioniert ganz wunderbar. Eine einzigartig (zumindest ich habe sowas noch nie gelesen) erzählte Liebesgeschichte – und mehr wird nicht verraten. 🙂

Jutta Profjit: Kühlfach 4
Ein ganz spezieller Krimi mit zwei ungleichen Ermittlern: Ein rotziger Geist und ein schrulliger Gerichtsmediziner. Die beiden wachsen einem im Laufe der Geschichte einfach ans Herz, man möchte nur zu gern eine Fortsetzung davon sehen.

Constance Briscoe: Wie kann man nur so hässlich sein?
Die nur schwer vorstellbare Schilderung einer mehr als schweren Kindheit. Literarisch sicherlich keine Meisterleistung aber trotzdem beeindruckend.

Oktober

Muriel Barbery: Die Eleganz des Igels
Charmant, überraschend und klug. Eine wahre Freude und auf jeden Fall was zum Wieder-Lesen

Walter Kappacher: Morgen
Warum war mir der Herr nur unbekannt, bevor er seinen Preis bekam? Faszinierend geschrieben, einfach großartig!

Jussi Adler-Olsen: Erbarmen
Ein Buch, das man nur schwer wieder aus der Hand legen kann. Es lebt weniger von Action als von raffiniert aufgebauter Spannung und den interessanten Charakteren. Da schadet es auch nichts, dass man nach dem ersten Drittel ahnt, wer der Täter ist.

Jorge Bucay: Geschichten zum Nachdenken
Nette Kurzgeschichten, die genau das sind, was der Titel verspricht. 

Pawel Jascuk: Der Teufel von Lemberg
Faszinierender Krimi. Allerdings wird im Verlauf klar, dass es weniger um die Mordermittlungen geht, als um die Figur des Komissars. Sehr interessant – nur der Schluss hat mir gar nicht gefallen. (Und der Klappentext ist ein Witz – absolut irreführend!)

Renate Welsh: Das große Buch vom Vamperl
Ganz wundervoll und reizend und herzerwärmend. Mehr muss gar nicht gesagt werden.

Cornelia Read: Es wartet der Tod
Ein sehr intelligenter und unterhaltsamer Krimi. Erzählt mit der Stimme der herrlich respektlosen und ironischen „Ermittlerin“, setzt die Krimihandlung relativ spät ein, was aber keineswegs ein Nachteil ist.

Walter Kappacher: Selina
Noch besser als „Morgen“. Es geht weniger um die Handlung als die durch Sprache gestaltete Atmosphäre, die von Anfang an gefangen nimmt. Wunderschön.

Frans de Waal: Der Affe in uns
Dieses Buch macht neugierig auf Primaten und ihre soziale Ordnung. Faszinierende Einblicke in die Erfahrungen eines Primatologen.

Ken Saro-Wiwa: Die Sterne dort unten
Etwas deprimierende Geschichten aus Dukana. Zwar gut, aber im Herbst nichts für mich. 

Per Olov Enquist: Großvater und die Wölfe
Sehr nettes Kinderbuch, das irgendwie an Astrid Lindgren erinnert. Der Großvater ist einfach wundervoll.

Thrainn Bertelsson: Walküren
Schöner Island-Krimi. Der Schluss ist ein bisschen unbefriedigend für mich, aber das ändert nichts an den sympathischen Figuren und der spannenden Geschichte.

Gail Jones: Sechzig Lichter
Als ich mit diesem Buch fertig war, wollte ich es erst gar nicht weglegen. Einfach wunderschön geschrieben, kleine, fesselnde Einblicke in das Leben auf drei Kontinenten zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Und eine faszinierende Frauenfigur.

Asta Scheib: Frau Prinz pfeift nicht mehr
Sehr unterhaltsam und ein bisschen böse.

Friedrich Ani: Wer tötet, handelt
Noch so ein untypischer Krimi, sehr gut geschrieben. Im Mittelpunkt steht ein blinder „Ermittler“ in einem Fall, wo es nichts zu ermitteln gibt. Dieser Roman macht neugierig auf die anderen Krimis des Autors.

September

Simon Beckett: Kalte Asche
Guter, solider Krimi. Sympathischer „Ermittler“, interessante Ansammlung von recht grummligen (britischen) Charakteren auf einer windumtosten Insel. Ich wäre ganz gut ohne den Cliffhanger-Epilog ausgekommen.

Veit Heinichen: Gib jedem seinen eigenen Tod
Veit Heinichen: Der Tod wirft lange Schatten

Ochja. Schade ums Papier. Der Ermittler ist bedauerlich unsympathisch und die Ermittlungen sind beunruhigend… inexistent (soll sagen, der „Ermittler“ stößt in der Regel zufällig auf die Lösung). Außerdem gibt es einen Haufen nicht erklärbarer und nicht erklärter Nebenhandlungen bzw. –verbrechen, die dem Ganzen auch nicht gut tun.

Ljudmila Ulitzkaja: Maschas Glück
Ich dachte immer, ich mag keine Kurzgeschichtenbände. Da lag ich ganz offensichtlich falsch. Diese Geschichten sind ganz wundervoll geschrieben, manchmal traurig, manchmal heiter – aber immer mit interessanten Figuren. Sehr gut!

Arno Strobel: Castello Christo
Spannend geschriebene Jagd auf einen Serienmörder. Persönlich finde ich die hier präsentierte Art von Täter immer ein bisschen fad – was aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut.

Primo Levi: Das Maß der Schönheit
Sehr, sehr, sehr wundervolle Kurzgeschichten. Leicht verschroben und jedenfalls Gedankenfutter für längere Zeit

Scarlett Thomas: The End of Mr. Y
Dieses Buch habe ich vor allem wegen der schönen Gestaltung gekauft – und weil die Grundidee sehr verlockend klang.
Aber leider wars dann nicht so toll wie es auf den ersten Blick schien. Irgendwie leicht unausgegoren…

Simon Sebag Montefiore: Stalin. Am Hof des roten Zaren
Eine SEHR umfangreiche und detaillierte Biographie Stalins. Biographie trifft es allerdings nicht ganz genau – vielmehr ist es eine Beschreibung des Lebens und Treibens im Kreml während der Stalin-Herrschaft. Sehr zu empfehlen.

Lesend. Detailliert.

September

Dracula
zweitgelesen. Ein von mir erst spät entdeckter Klassiker, dafür umso vielgeliebter. Wenn man sich auf die schnörkelige Sprache einlässt, ein ganz wundervoller Schmöker.

Gefährliche Liebschaften
auch zweitgelesen. Einfach großartig, was soll ich noch sagen? Grandiose Sprache, toller Plot. Hach.

Kein Rabe so schwarz
Interessanter Krimi; wobei Krimi ein bissi irreführend ist. Der Roman ist vor allem eine dichte Schilderung des New York des 19. Jahrhunderts mit einer großen Portion Poe. Schön.

Tannöd
nochmal zweitgelesen. Ich find die Erzählweise sehr toll; immer wieder wechselnde Perspektive, die Spannung wird aufrecht erhalten, der Plot ist interessant.

Die Feuerzangenbowle
Natürlich kannte ich vorher den Film. Das Buch ist noch ein bisschen schöner, abgesehen von Bömmel. Der ist wundervoll getroffen. 🙂

Platon im Striptease-Lokal
Nette Essays und Kurzgeschichten.

The Book Thief
Suuuper. Lustig und traurig, herzerwärmend und tragisch. Eigentlich wollte ich nicht, dass die Geschichte aufhört – vielleicht hätt ichs nochmal lesen sollen.

Gomorrha
Wollte ich schon lange mal lesen. Dieses Buch nimmt einem die letzten Hollywood-Illusionen, die man (vielleicht) noch hatte.

Irisches Tagebuch
Damit habe ich meine Liebe zu Böll entdeckt. Die Schilderung eines schon ziemlich verschwundenen Irlands.

Rheinsberg
Auch hier zuerst der (ebenso schnuckelige) Film. Einfach kuschelig und wundervoll, sommerlich und träumerisch.

Gruppenbild mit Dame
Ist meiner neuen Zuneigung für Böll zu verdanken. Die Biographie nicht nur einer Frau und gleichzeitig Deutschlands. Sehr schön.

Der Dante Club
Das Klappentext-Lob von Mr. Brown hat mich zwar misstrauisch gemacht – aber zu Unrecht, wie ich feststellen konnte. Wieder ein Krimi im Amerika des 19. Jahrhunderts (nur diesmal nicht New York), wieder mit berühmten Dichtern. Spannender Plot, interessante Figuren – und außerdem wurde die Lust geweckt, mal wieder in der Göttlichen Komödie zu schmökern.

Urx.

Hrm.

Ich würde mich selbst als Feministin bezeichnen (und hab mir deshalb schon dumme Kommentare anhören dürfen).
Aber manchmal… fühle ich in mir das starke Bedürfnis, die nächste Wand aufzusuchen und meinen Kopf wiederholt dagegenzuschlagen.

wolfsmutter.com
Der Name… ist Geschmackssache, der Inhalt… auch. Aber Argh!!
Die Seite bezeichnet sich selbst als „Forum für Frauen und Mädchen“, als „Frauenportal zu neuen Wegen, abseits der Nebenstraßen“. Mit Ausrufezeichen!
Schön gell? Haha, aber nur, wenn du die richtige Sorte Frau bist. Was ich damit meine? Ein Thread, wo es ursprünglich um Mailfreundschaften ging, artet zu einer sehr unerfreulichen Diskussion aus.
Perlen gefällig?
„Dies ist ein FrauenLesbenMädchen-Forum, kein FrauenLesbenMädchenTransgender-Forum.“
„Ich weiß, dass manche MTF-Transsexuellen sich selbst als Frauen bezeichnen und das auch von anderen fordern. Nach meinem Verständnis ist „Frau-Sein“ aber nicht etwas, das ich mir als Mensch aussuchen kann.“ [Hervorhebung von mir]

Aussuchen?
Ich bin mir sicher, dass alle Transsexuellen dieser Welt jetzt erleichtert aufatmen. Ha, sie müssen sich nicht wie Freaks behandeln lassen. Sie müssen sich nicht jahrelang mit ihrer sexuellen Identität rumquälen. Sie müssen sich nicht in die Gefahr begeben, vergewaltigt zu werden. Sie müssen sich nicht Therapien und ewigen Beurteilungen aussetzen. Sie können sich Hormonbehandlungen und Operationen sparen.
Sie müssen nur ihr naturgegebenes Geschlecht anerkennen und aufhören, Frau (bzw. Mann) zu spielen.

Ha, ist das nicht schön? Ich frage mich, inwiefern es ein „neuer Weg“ ist, Transsexuelle auszugrenzen und zu marginalisieren?

Entschuldigung, ich muss mal schnell mein Abendessen loswerden.